Elternabend Suchtprävention «Neue Medien»

Dieses Jahr lag der Schwerpunkt des Elternabends Suchtprävention beim «Neue Medien». Facebook, Instagram, Snapchat, Online-Games - «Neue Medien» sind im Leben unserer Schülerinnen und Schüler omnipräsent. Eltern und Lehrpersonen sind von der rasenden Entwicklung stark gefordert und manchmal wohl auch überfordert. Zwar haben die Jugendlichen einen sehr unbeschwerten Umgang zu technischen Neuerungen, von einer reifen Medienkompetenz sind sie aber meist weit entfernt. Erwachsene mit ihrer Lebenserfahrung müssen und können diesbezüglich einen entscheidenden Beitrag leisten.

Der Abend war in zwei Abschnitte gegliedert: im ersten Teil erhielten Eltern Gelegenheit, im Schulhaus Jugendlichen der Sek Andelfingen bei ihrer Nutzung Neuer Medien über die Schultern zu schauen, Löcher in die Bäuche zu fragen, nicht zuletzt auch Fragen mit kritischem Hintergrund. Dabei kam es auch zu spannenden Diskussionen rund um Themen wie Privatsphäre im Internet, Sucht, die anspruchsvolle Rolle der Eltern sowie Umgang mit Cybermobbing.
Nach einem Ortswechsel zur Aula der Primarschule referierten Christa Gomez (Mitarbeiterin des Zentrums Breitenstein) sowie Stefan Wägeli (Jugenddienst Kantonspolizei Zürich). Christa Gomez beleuchtete die Gründe für die Faszination der Jugendlichen für die Neuen Medien, positive Aspekte sowie Gefahren und Probleme, welche auch aus der Nutzung entstehen können. Ausserdem streute sie wertvolle Erziehungshinweise ein. Stefan Wägeli klärte die Zuhörenden schlussendlich darüber auf, was das Schweizer Gesetz zu heiklen Themen wie z.B. Cybermobbing, Privatsphäre und Pornografie sagt sowie wann der Jugenddienst der Kantonspolizei Zürich aktiv wird.

Eine Woche nach dem Elternabend fand an der Sek Andelfingen eine Auswertung mit den Schülerinnen und Schülern des Workshops in Teil 1 statt. Nachfolgend einige Quotes daraus:
«Es war cool, mal eine Antwort auf fast alle Fragen zu haben und den Erwachsenen etwas beibringen zu »
«Es war mir ein wenig unangenehm ehrlich zu antworten, wie viel Zeit ich im Internet verbringe.»
«Ich war überrascht, dass einige der Eltern den Unterschied zwischen Instagram und Facebook nicht kannten.»
«Jemand hat mich gefragt, ob ich allen meinen Followern vertrauen kann und keine Angst um meine Bilder habe. Da musste ich nachdenken und bin mir selbst nicht ganz sicher.»

Nochmals vielen Dank an die Jugendlichen, welche freiwillig am Workshop teilgenommen haben.
Wir bleiben dran!

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