Die Berufswelt im Klassenzimmer der Klasse 2B1 – Schule einmal anders

Russo

Am Donnerstag, 13. Februar 2020 besuchte uns die Firma giovanni russo im Rahmen des Faches «berufliche Orientierung». Mariella Roost von der Administration und Liam Hild, Lernender Gipser-Trockenbauer EFZ im 2. Lehrjahr, erzählten uns während zwei Lektionen über den Beruf des Gipsers. Als Klasse hatten wir die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die wir während des BO-Unterrichts vorbereitet hatten.

In einem ersten Teil wurde uns aber die Firma russo vorgestellt. Die Firma wurde 1981 als Einmannbetrieb von Giovanni Russo gegründet. Heute beschäftigt die Firma 70 Mitarbeiter: 11 Personen sind in der Administration tätig und 55 in der Produktion. Zudem bildet die Firma einen KV-Lehrling aus und drei Gipser. Unterdessen wird die Firma von den Söhnen, Pepe und Valentino Russo geführt.

Wenn man des Beruf des Gipsers lernen möchte, sollte man ein gutes dreidimensionales Vorstellungsvermögen und Augenmass haben und Freude im Umgang mit Geräten und Werkzeugen. Ebenso sollte man teamfähig sein, verantwortungsbewusst und zuverlässig. Die EFZ-Lehre dauert drei Jahre, die EBA-Lehre zwei Jahre.

Nach diesen Erläuterungen ging es ans Praktische: Mit Liam holten wir aus dem Firmenauto alles Material, das es benötigt, um eine Trockenwand zu gipsen. Als erstes haben wir fünf Metallprofile zusammen gebaut. Danach befestigten wir darauf zwei Trockenbauwände. Das war gar nicht so einfach – sogar dem Lehrling ist ein Fehler unterlaufen, da das Klassenzimmer für ihn doch ein ungewohntes Arbeitsfeld war. Die Klasse hatte grossen Spass und fast alle haben sich getraut, mitanzupacken.

Nach diesem praktischen Teil hatten wir Gelegenheit, unsere Fragen zu stellen, welche noch nicht beantwortet wurden. Herausgehoben wurde, dass im Zeugnis die Kreuze auf der hinteren Seite mindestens so wichtig sind, wie die Noten – wenn nicht noch wichtiger. Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Interesse, Anstand, Einsatz, … sind Punkte, auf welche besonders geachtet wird. Betont wurde auch, dass ein gutes B-Zeugnis vorteilhafter ist, als ein schlechtes A-Zeugnis. Liam hat uns auch mitgeteilt, dass wir in der Lehre darauf achten sollten, jeden Tag etwas für die Berufsschule zu arbeiten und nicht alles auf den letzten Moment zu verschieben. Mit dieser Methode sei er immer gut vorbereitet auf den nächsten Input in der Schule.

Für uns war dieser Morgen sehr interessant und aufschlussreich. Wir sind froh, so viele Informationen aus erster Hand erhalten zu haben. Wir erhielten aber nicht nur aufschlussreiche Informationen, sondern auch Kugelschreiber und Sonnenbrillen. Vielen Dank!!

Ein herzliches Dankeschön von der ganzen Klasse 2B1 an Mariella Roost, Liam Hild und der ganzen Firma Russo.